Donnerstag, 15. Oktober 2009

Hoch mobil und schwer zu beeinflussen

Kitesurfer, der. Gelegentlich schon gesichtet: Kitesurferin, die.
In Anlehnung an unsere beliebte Rubrik "Gefiederte Freunde des Watts" hier auch als "Fliegender Freund des Watts" bezeichnet. Denn: Der Kitesurfer ist zwar nicht gefiedert, fliegt aber ebenso gerne wie der Kormoran oder die Seeschwalbe, taucht dagegen nur ungern. Ein eklatanter Unterschied vor allem zum Kormoran. Und nicht selten geht die Sache dann ja auch schief und dann kommt da so etwas bei raus:

Erschöpfter Kite-Surfer aus Seenot gerettet
"Hörnum/Sylt (dpa/lno) - Ein 17 Jahre alter Kite-Surfer ist vor dem Strand von Hörnum auf der Nordseeinsel Sylt aus Seenot gerettet worden. Strandgänger hatten am Montag beobachtet, wie der junge Mann rund 150 Meter vom Strand entfernt immer wieder ins Wasser stürzte, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag mit. Die Seenotretter brachten den erschöpften Kite-Surfer mit seinem Kite-Drachen an Land. Von dort aus wurde er in ein Krankenhaus gebracht. «Der junge Mann war kaum noch ansprechbar», sagten Klaus Persson und Andreas Jansen von der DGzRS-Station Hörnum." So weit "Welt online".

Es gibt aber noch weitere Aspekte, die unseren Kitesurfer betreffen. Theodor Schröder, Justitiar der Nationalparkverwaltung kennt die Spezies der Kitesurfer und bezeichnet sie in einem Artikel des "Weser Kurier" "als nicht organisiert, hoch mobil und damit schwer zu beeinflussen". Das erinnert natürlich fatal an den Kormoran oder andere terroristisch anmutende Subjekte. Und Schröder weiter: „Das hat dazu geführt, dass die sich bis in die schönsten Nationalparkecken bewegen und dort stören (...)."
Da das aber niemand wollen kann, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Jäger vom Kormoran auf den Kitesurfer umschwenken.

Übrigens: ein ähnliches Verhalten wie bei dem jungen Mann vor Hörnum soll in den letzten Tagen verstärkt an der gesamten Nordseeküste beobachtet worden sein. Dabei soll es sich nach unbestätigten Meldungen keineswegs um SPD Mitglieder handeln, wie man ja vermuten könnte, sondern ausschließlich um Anhänger der GAL Hamburg. Just von Ole v. Beust geadelt als Partei mit der es sich gut regieren lasse, hat die grünen Kitesurfer nach dieser Äußerung spontan und unserer Meinung nach völlig verständlich die Verzweiflung gepackt: Bernsen hat gemeint, als aufrechter Grüner kann man sich da nur noch ins Wasser schmeissen. Gleichwohl mögen sie außerhalb Hamburgs hoffen, nicht derart zu versinken, wie die Parteispitze der Hamburger GAL versinken wird im stinkend, schwarzen-grünen Schlick der mit ihrer Hilfe erneut vertieften Elbe. Der Klabautermann soll sie holen. Bernsen meint, das sei zu hart. Ich habe ihm darauf hin empfohlen, mal die Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) zu fragen, warum das Hamburger Wattenmeer nicht Teil des Weltnaturerbes ist, wie sie das mit der Elbvertiefung findet und ob sie als Senatorin bequem sitzt. Bernsen hat sich prompt auf den Weg gemacht, auf eine Antwort wartet er noch.
Watt'n Text

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