Bernsen lässt den Frost ziehen. Bernsen ist nicht mehr wütend. Bernsen trauert. Arme Sau. Und das meint der Bernsen wörtlich. Nicht auf sich oder auf den Frost bezogen. Auf die Sau, das Schwein. Zur Abwechslung muss aber an dieser Stelle sehr genau differenziert werden, wann ist das gemeine Hausschwein gemeint, korrekt: Sus scrofa domestica - im folgenden Fall also ehrlich zu betrauern - und wann mutiert der Mensch zum schimpfwörtlichen Schwein und ist somit im Falle seines Ablebens eher weniger zu betrauern. Im ersten Moment also hat der Bernsen geschrien und getobt, aber dann ist er ganz leise geworden, fast hat er nur noch geflüstert: "Diese Schweine bringen Schweine um." Nicht das der Bernsen plötzlich zum Veganer geworden wäre, das nicht. Schweine leben bei uns nun mal, um zu sterben und gegessen zu werden. Aber Bernsen ging es in diesem Fall um das wie und wozu.
Denn da fehlt hoffentlich nicht nur dem Bernsen das Verständnis, wenn Schweine Schweine unter Lawinen begraben - nicht um die Schweinegrippe vergessen zu machen, quasi Schnee von Gestern - sondern um zu testen, wie lange Schweine es unter der Schneemasse aushalten. Und wenn andere Schweine, nur etwas weiter nördlich, Schweine in die Luft sprengen, um die Wirkung von Terrorbomben zu testen, dann bleibt einem auch am Watt die Luft weg und du fühlst fast wie das Schwein unter der Lawine.
Und zu schlechter Letzt: während Schweine umbringende Schweine sich weiter ungestraft Mensch nennen dürfen, muss der Kormoran am Steinhuder Meer damit rechnen, demnächst wieder völlig legal abgeknallt zu werden. Aber, und das zur Beruhigung, es gibt eine Kormoran Verordnung. Und die Verordner, das weiß auch Bernsen, die regeln das schon, wer oder was Schwein ist und was fliegen darf und wo.
Watt'n Skandal
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Montag, 26. August 2013
Montag, 2. November 2009
Haubenlerche verbündet sich mit Kormoran
So ganz allmählich wird das Bild klarer. Erst taucht der Kormoran ab und wird zum Kampftaucher, dann flattert die Haubenlerche auf das Spielfeld und bedroht einen Neubau. Es handelt sich jetzt aber nicht um irgendein Einfamilienhaus oder eine Scheune oder andere derartig simple Bauwerke, nein, die Haubenlerche bedroht einen Universitätsneubau, geplant immerhin von einem Stararchitekten. Gut unterrichtete Kreise sind sicher: Die Vogelwelt plant einen Angriff auf die sogenannte Intelligenz der Republik. Zur Abwehr setzen Verteidigungsexperten ab sofort Kitesurfer ein: Als mobile Vogelscheuchen werden sie für den erbarmungslosen Kampf gegen die gefiederten Feinde gedrillt. Ihre Einsätze proben sie derzeit vermehrt im Gebiet des Wattenmeers.
Watt'n Text
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Donnerstag, 15. Oktober 2009
Hoch mobil und schwer zu beeinflussen
Kitesurfer, der. Gelegentlich schon gesichtet: Kitesurferin, die.
In Anlehnung an unsere beliebte Rubrik "Gefiederte Freunde des Watts" hier auch als "Fliegender Freund des Watts" bezeichnet. Denn: Der Kitesurfer ist zwar nicht gefiedert, fliegt aber ebenso gerne wie der Kormoran oder die Seeschwalbe, taucht dagegen nur ungern. Ein eklatanter Unterschied vor allem zum Kormoran. Und nicht selten geht die Sache dann ja auch schief und dann kommt da so etwas bei raus:
Erschöpfter Kite-Surfer aus Seenot gerettet
"Hörnum/Sylt (dpa/lno) - Ein 17 Jahre alter Kite-Surfer ist vor dem Strand von Hörnum auf der Nordseeinsel Sylt aus Seenot gerettet worden. Strandgänger hatten am Montag beobachtet, wie der junge Mann rund 150 Meter vom Strand entfernt immer wieder ins Wasser stürzte, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag mit. Die Seenotretter brachten den erschöpften Kite-Surfer mit seinem Kite-Drachen an Land. Von dort aus wurde er in ein Krankenhaus gebracht. «Der junge Mann war kaum noch ansprechbar», sagten Klaus Persson und Andreas Jansen von der DGzRS-Station Hörnum." So weit "Welt online".
Es gibt aber noch weitere Aspekte, die unseren Kitesurfer betreffen. Theodor Schröder, Justitiar der Nationalparkverwaltung kennt die Spezies der Kitesurfer und bezeichnet sie in einem Artikel des "Weser Kurier" "als nicht organisiert, hoch mobil und damit schwer zu beeinflussen". Das erinnert natürlich fatal an den Kormoran oder andere terroristisch anmutende Subjekte. Und Schröder weiter: „Das hat dazu geführt, dass die sich bis in die schönsten Nationalparkecken bewegen und dort stören (...)."
Da das aber niemand wollen kann, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Jäger vom Kormoran auf den Kitesurfer umschwenken.
Übrigens: ein ähnliches Verhalten wie bei dem jungen Mann vor Hörnum soll in den letzten Tagen verstärkt an der gesamten Nordseeküste beobachtet worden sein. Dabei soll es sich nach unbestätigten Meldungen keineswegs um SPD Mitglieder handeln, wie man ja vermuten könnte, sondern ausschließlich um Anhänger der GAL Hamburg. Just von Ole v. Beust geadelt als Partei mit der es sich gut regieren lasse, hat die grünen Kitesurfer nach dieser Äußerung spontan und unserer Meinung nach völlig verständlich die Verzweiflung gepackt: Bernsen hat gemeint, als aufrechter Grüner kann man sich da nur noch ins Wasser schmeissen. Gleichwohl mögen sie außerhalb Hamburgs hoffen, nicht derart zu versinken, wie die Parteispitze der Hamburger GAL versinken wird im stinkend, schwarzen-grünen Schlick der mit ihrer Hilfe erneut vertieften Elbe. Der Klabautermann soll sie holen. Bernsen meint, das sei zu hart. Ich habe ihm darauf hin empfohlen, mal die Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) zu fragen, warum das Hamburger Wattenmeer nicht Teil des Weltnaturerbes ist, wie sie das mit der Elbvertiefung findet und ob sie als Senatorin bequem sitzt. Bernsen hat sich prompt auf den Weg gemacht, auf eine Antwort wartet er noch.
Watt'n Text
In Anlehnung an unsere beliebte Rubrik "Gefiederte Freunde des Watts" hier auch als "Fliegender Freund des Watts" bezeichnet. Denn: Der Kitesurfer ist zwar nicht gefiedert, fliegt aber ebenso gerne wie der Kormoran oder die Seeschwalbe, taucht dagegen nur ungern. Ein eklatanter Unterschied vor allem zum Kormoran. Und nicht selten geht die Sache dann ja auch schief und dann kommt da so etwas bei raus:
Erschöpfter Kite-Surfer aus Seenot gerettet
"Hörnum/Sylt (dpa/lno) - Ein 17 Jahre alter Kite-Surfer ist vor dem Strand von Hörnum auf der Nordseeinsel Sylt aus Seenot gerettet worden. Strandgänger hatten am Montag beobachtet, wie der junge Mann rund 150 Meter vom Strand entfernt immer wieder ins Wasser stürzte, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag mit. Die Seenotretter brachten den erschöpften Kite-Surfer mit seinem Kite-Drachen an Land. Von dort aus wurde er in ein Krankenhaus gebracht. «Der junge Mann war kaum noch ansprechbar», sagten Klaus Persson und Andreas Jansen von der DGzRS-Station Hörnum." So weit "Welt online".
Es gibt aber noch weitere Aspekte, die unseren Kitesurfer betreffen. Theodor Schröder, Justitiar der Nationalparkverwaltung kennt die Spezies der Kitesurfer und bezeichnet sie in einem Artikel des "Weser Kurier" "als nicht organisiert, hoch mobil und damit schwer zu beeinflussen". Das erinnert natürlich fatal an den Kormoran oder andere terroristisch anmutende Subjekte. Und Schröder weiter: „Das hat dazu geführt, dass die sich bis in die schönsten Nationalparkecken bewegen und dort stören (...)."
Da das aber niemand wollen kann, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Jäger vom Kormoran auf den Kitesurfer umschwenken.
Übrigens: ein ähnliches Verhalten wie bei dem jungen Mann vor Hörnum soll in den letzten Tagen verstärkt an der gesamten Nordseeküste beobachtet worden sein. Dabei soll es sich nach unbestätigten Meldungen keineswegs um SPD Mitglieder handeln, wie man ja vermuten könnte, sondern ausschließlich um Anhänger der GAL Hamburg. Just von Ole v. Beust geadelt als Partei mit der es sich gut regieren lasse, hat die grünen Kitesurfer nach dieser Äußerung spontan und unserer Meinung nach völlig verständlich die Verzweiflung gepackt: Bernsen hat gemeint, als aufrechter Grüner kann man sich da nur noch ins Wasser schmeissen. Gleichwohl mögen sie außerhalb Hamburgs hoffen, nicht derart zu versinken, wie die Parteispitze der Hamburger GAL versinken wird im stinkend, schwarzen-grünen Schlick der mit ihrer Hilfe erneut vertieften Elbe. Der Klabautermann soll sie holen. Bernsen meint, das sei zu hart. Ich habe ihm darauf hin empfohlen, mal die Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) zu fragen, warum das Hamburger Wattenmeer nicht Teil des Weltnaturerbes ist, wie sie das mit der Elbvertiefung findet und ob sie als Senatorin bequem sitzt. Bernsen hat sich prompt auf den Weg gemacht, auf eine Antwort wartet er noch.
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Montag, 12. Oktober 2009
'Kampftaucher' wird Vogel des Jahres
Der Wattwurm muss es bereits am 08.10.09 geahnt haben, jetzt ist es offiziell: Schluss mit zartem piep, piep und zirp, zirp. Nach Wiedehopf, Kiebitz und Wendehals ist ein Ruderfüßer zum Vogel des Jahres 2010 ernannt worden. Taräää: Der Kormoran!
Endlich, möchte man meinen, endlich wird Ehre zuteil wem Ehre gebührt. Die Süddeutsche Zeitung hat ihn dann auch flugs zum "schwarzen Kampftaucher" ernannt, ihm allerdings fälschlicherweise das Jahr 2009 zugesprochen. Das wiederum wird dem Eisvogel gar nicht gefallen haben, entsprechende Regressansprüche stehen allerdings noch aus. Zugegeben, der Kormoran ist nicht gerade typisch für das Watt und genau genommen taucht er hier auch nur gelgentlich und vor allem in der Elbe. Aber wir finden, Weltnaturerbe und Vogel des Jahres, das passt. Und wem das nicht passt, der kann es ja mal mit einer Austernsafari in Dänemark versuchen ...
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Endlich, möchte man meinen, endlich wird Ehre zuteil wem Ehre gebührt. Die Süddeutsche Zeitung hat ihn dann auch flugs zum "schwarzen Kampftaucher" ernannt, ihm allerdings fälschlicherweise das Jahr 2009 zugesprochen. Das wiederum wird dem Eisvogel gar nicht gefallen haben, entsprechende Regressansprüche stehen allerdings noch aus. Zugegeben, der Kormoran ist nicht gerade typisch für das Watt und genau genommen taucht er hier auch nur gelgentlich und vor allem in der Elbe. Aber wir finden, Weltnaturerbe und Vogel des Jahres, das passt. Und wem das nicht passt, der kann es ja mal mit einer Austernsafari in Dänemark versuchen ...
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Donnerstag, 8. Oktober 2009
"Gefiederte Freunde des Watts" Heute: Phalacrocorax carbo, der Kormoran
Foto: Monika Albert, Pixelio
"So, liebe NABU+BUND Leute. Ein über Jahre gepflegter Fischbestand, mit wilden Äschen und Bachforellen wurde in einem Winter von der schwarzen Pest weggefegt. Bis jetzt war ich noch sehr freundlich den Kormoranen gegenüber, doch in diesem Winter wird die Abschußgenehmigung beantragt und 2 Jäger stehen schon Gewehr bei Fuß. Es kann nicht sein, daß eine "überschützte", nicht heimische Tierart eine über Jahrtausende gewachsene Spezies ausrottet! Habe jetzt genug!"
Und damit leiten wir weiter an Herrn Polt. Gerhard, bitte ...
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